Um- und Anbau bestehendes Bauernhaus

Dorfstrasse Gutenswil

 

 

Architekt: Andri Cajos bei Daluz Gonzalez & Cajos Architekten AG, Zürich

Bauherrschaft: Projekt 1618 AG, Kai Isemann, Zürich

Bauzeit: 2018 – 2020

Visus: Julian Calvo, Zürich

Die Bauaufgabe am bestehenden, denkmalpflegerisch inventarisierten Bauernhaus in Gutenswil ist vielfältig. Einerseits bleibt die gesamte Baustruktur des über 400-jährigen Wohnhauses bestehen. Die beiden Eck-Fassaden mit den vielen feingliedrigen Fenstern, Vorfenstern und der Hauseingangsbereich mit den Treppenstufen bleiben vollumfänglich erhalten. Im Inneren werden die beiden eingebauten Holzöfen der Stube und Küche in das Projekt integriert und instand gestellt.

 

In das voluminöse Ökonomiegebäude werden innerhalb der statischen Struktur zwei vertikal getrennte Wohneinheiten eingebaut. Räume sind hier wie grosse Schachteln in die feingliedrige Struktur gestapelt. In der Höhe sind diese versetzt zueinander und lassen einen spannenden Zwischenraum offen. Somit bleibt die ganze Höhe wie auch die innere Tragstruktur aus Stützen, Balken, Sparren, Kehlbalken und Büge sicht- und erlebbar. Die Fenster- und Türöffnungen auf der Innenseite ordnen sich dem Prinzip der Geschlossenheit unter und lassen sich mit den bestehenden Toren und Klappen des ursprünglichen Tenns öffnen. Dazu wird die Holzfassade teilweise eingeschnitten und neu in einen dahinterliegenden Rahmen gesetzt, welcher zu Klapp- oder Schiebeläden umfunktioniert wird. Die westliche Giebelfassade wird durch tiefe, vertikale Latten ersetzt und schützt die Innenräume vor Einblicken von der Strassenseite.

 

Der ursprüngliche Annexbau im Norden wird durch ein komplett neu angebautes Volumen in Holzbauweise ersetzt. Mit vertikalen vorbewitterten Latten eingehüllt steht es in Einklang mit den umliegenden Holzfassaden der Kernzone.